DIE FRAUEN* MATINÉE

DIE FRAUEN* MATINÉE

Event Type: Festival

Opening Day: 25th October, 2025

Closing Day: 25th October, 2025

Vernissage: 25.10.2025 13:30

Opening Hours: 13:30-20:00

Place: Kulturhaus Brotfabrik, Absberggasse 27/3/3 Ankersaal 1100 Wien

Exhibition Duration: 25th October, 2025 - 25th October, 2025

Exhibition Details:

Deutsch
25. OKTOBER – Frauen* Matinée & Zine-Workshop
Am 25. OKTOBER 2025 findet im Ankersaal der Brotfabrik die Frauen*-Matinée statt – ein einzigartiges Kulturformat, das seine Wurzeln im Istanbul der 1960er-Jahre hat. Inspiriert von Tagesveranstaltungen von und für Frauen*, die als Antwort auf die männlich dominierte Gazino-Kultur ins Leben gerufen wurden, bringt die Wiener Ausgabe diesen Brauch zeitgenössisch zurück.

Die Matinée vereint Poesie, Tanz, Performance, Musik, Kampfkunst und Aktivismus. Als sicherer Raum, in dem Frauen* und queere Künstler*innen ihre Stimmen hörbar und ihre Kunst sichtbar machen können, zelebriert sie Diversität und Solidarität.

Offenes Buffet & Getränke

Kinderbetreuerin vor Ort – bringt eure Kleinen!

English
On October 25, 2025, the Women’s Matinée will take place at the Ankersaal of Brotfabrik — a unique cultural format rooted in 1960s Istanbul. Inspired by daytime events by and for women as an alternative to the male-dominated Gazino culture, the Vienna edition revives this tradition in a contemporary form.

The matinée brings together poetry, dance, performance, music, martial arts, and activism — creating a safe space where women and queer artists can make their voices heard and their artworks visible; a celebration of diversity and solidarity.

Open buffet & drinks

On-site nanny — bring your little ones!

Featuring:

Band Nağme
© Band.Nagme

Sound / Music by

Nağme wurde am 15. Februar 2024 zwischen Gumpoldskirchen und Wien gegründet. Ihre Musik vereint östliche und westliche Einflüsse, wobei Servuj (Servet Vollmann-Yilmaz) maßgeblich die Songs schreibt und komponiert. Die Lieder umfassen Tango, Jazz, Rembetika, türkische Kunstmusik und alternative Pop-Melodien, die oft Geschichten erzählen, die Servet manchmal ihren Kindern, manchmal ihren Lieben und manchmal sich selbst widmet.

Die ausschließlich auf Türkisch verfassten Kompositionen behandeln Themen wie das sehnsüchtige Vermissen Istanbuls, Liebe, Melancholie, gelegentliche Eifersucht, Stille, Wunder, Freiheit, Märchen und Frieden. Die eingängigen Lieder dienen nicht nur dem Ohrwurm-Effekt, sondern auch als Brücken zwischen Kontinenten und Menschen. Die Architekt*innen dieser Brücken sind die Mitglieder der Gruppe, die gemeinsam Spaß haben und die Lieder gestalten.

Gitarre, Gesang: Servet Geige, Kemençe, Gesang: Ino Trompete, Flöte, Gesang: Anni Cajon, Darbuka, Zimbel: Maria Bassgitarre: Sylvia Viola: Ece Zenne-Performance: Sarp Özpinar

COME CLOSER AND SEE
© Laurus Edelbacher

Performance by

Die Performance adressiert die Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit von Boxerinnen im österreichischen Boxsport, der von patriarchalen Strukturen und mangelnder Infrastruktur geprägt ist. Sie durchbricht traditionelle Bewegungsmuster des Boxens, insbesondere des Schattenboxens, und schafft so eine Verbindung zwischen Publikum und Performerinnen.

Das Publikum wird in die Performance eingebunden und muss auf die Aktionen der Boxerinnen reagieren.

Performers:

Deshire Kurtaj · Miriam Langenberger · Isabelle Mayer

Neneh Muhr · Nura Sehovic · Veronika Biebl

Director & Choreographer: Mark Gerstorfer

Deniz Güvensoy

Organized by

Deniz Güvensoy is an artist, curator, and cultural researcher. She received her Doctorate in Fine Arts degree from Mimar Sinan Fine Arts University in Istanbul and her Doctorate of Philosophy Degree from the University of Applied Arts Vienna. In her artistic practice, she employs various techniques such as performance, painting, collage, photography, digital printing, and installation. Her research often addresses migration, border theory and performativity. In her curatorial approach she brings together the topics of migration, collective practices, participatory and socially engaged art, and intersectional feminism.

Eber*innen
© Anna Hübner, Theresia Amstler

Performance by

Eber*innen ist ein Kunstkollektiv, das im Februar 2023 von vier Schauspieler*innen während eines Kunstfestivals gegründet wurde und seit Oktober 2024 als feministischer Verein firmiert. Die Arbeit konzentriert sich darauf, Verbindungen zwischen unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen und Perspektiven zu schaffen und zugleich einen sicheren Raum ohne Urteil – speziell für FLINTA* Personen – anzubieten.

In der Wiederaufnahme ihrer Debütperformance erkunden die Gründungsmitglieder Anna Katharina Malli und Theresia Amstler die inneren und äußeren Wahrnehmungen von Körpern, die als weiblich gelesen werden, und was es bedeutet, sie zurückzufordern.

Durch eigens verfasste Texte, physisch-performative Ansätze und Live-Cello von Charlotte Lang geben sie einen persönlichen Blick auf dieses komplexe Thema.

Flona
© Suna Films

Moderated by

Sick of patriarchy and sexism, FLONA nimmt die Bühne ein, um die Welt mit einer POC-feministischen Perspektive zu konfrontieren – humorvoll und sarkastisch, aber immer zugewandt. Sie ist mutig und nimmt das Publikum mit auf ihre Reise als Jura studierende Comedian, die zugleich Fluchterfahrungen mitbringt.

Gema Puspa Nusantara
© Edo Danielyan

Performance by

Das indonesische Tanzkollektiv Gema Puspa Nusantara ist seit 25 Jahren als lebendige Tanzgemeinschaft aktiv. Es ist ein Ort des Lernens, Teilens und der Vielfalt indonesischer Tanztraditionen und verbindet Generationen miteinander.

Tari Jathil, Teil der Reog Ponorogo Tradition aus Ost-Java, zeigt die Beweglichkeit berittener Krieger*innen, dargestellt mit Bambuspferden (Eblek). Ursprünglich von Jungen getanzt, wird es heute überwiegend von Mädchen aufgeführt. Im Gegensatz zu höfischen Tänzen ist Tari Jathil expressiv, körperlich anspruchsvoll und spirituell aufgeladen – oft mit Trance-Elementen.

Während der Kolonialzeit wurde der Tanz als “unzivilisiert” abgewertet oder verboten, weil er Kontrolle widersetzte und alternative Wissensformen verkörperte. Heute beleben junge Performer*innen Tari Jathil als dekoloniale Praxis neu.

Dancers: Bianca Figl · Ulfah Nurzannah · Rani Rudoll

Iris Dlabaja
© Irina Magera

Performance by

Iris ist eine Pole-Dancerin und Trainerin aus Wien. Auf der Bühne kann sie in eine mutigere, ungefilterte Version ihrer selbst schlüpfen und Themen verhandeln, die sonst zu persönlich wären. Durch die künstlerische Verschlüsselung legt sie Masken ab und zeigt, was tief in ihrem Herzen verborgen ist.

In ihrer Performance erforscht Iris Weiblichkeit jenseits des Mutter-Hure-Komplexes, der dominanten weiblichen Archetypen in Kunst und Literatur. Absolute Reinheit und Fürsorge stehen absoluter Versuchung gegenüber – beide unter gesellschaftlicher Bewertung. Sie ist keine Mutter, keine Braut, sie ist King.

Iva Markovic
© Courtesy of the artist

Moderated by

Iva Marković (1985, Jugoslawien) lebt seit neun Jahren in Wien. Sie ist eine “hysterische” Migrantin, die in der Stille der Nacht schreibt, um die Schreie des Tages zu übertönen. Ihre Worte werden zu Gedichten und Kurzgeschichten.

Täglich dolmetscht sie in vier Sprachen und hilft so sich selbst und anderen, in Österreich Fuß zu fassen.

Kiiwi
© Angelina Kelch

Sound / Music by

Kiiwi ist Singer-Songwriterin und berührt mit ehrlichen Texten über Trauma, Selbstermächtigung und mentale Gesundheit – sowohl in deutschsprachigen Indie/Pop-Songs als auch in englischen EDM-Kollaborationen. Ihre Musik ist ein sicherer Raum für alle, die sich zwischen den Extremen des Lebens wiederfinden – verletzlich und stark zugleich.

Sie ermutigt Menschen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen und Gefühle sichtbar zu machen, die sonst verborgen bleiben. Aktuell arbeitet sie an ihrer Debüt-EP, deren Songs von Loslösung, innerer Unruhe und der Kraft erzählen, sich selbst zurückzugewinnen – in eingängigen Pop-Melodien mit Indie-Ästhetik.

La Washa
© Alex Stanic

Sound / Music by

LA WASHA ist ein Wiener Musikprojekt von Sängerin Valentina Viera (chilenische Performancekünstlerin, Aktivistin und DJ “Kmanxak”) und Stefan Kerschbaumer (österreichischer Musikproduzent/DJ “Gallo Rojo” und Umweltaktivist). Zwischen Reggaeton, Tekno, Trap, E-Gitarren, Synthesizern und Cumbia fusionieren sie Genres mit einer großzügigen Punk-Rock-Haltung.

Protestpoesie über soziale Themen wie Rassismus, Kapitalismus, Meinungsfreiheit, Feminismus und Fragen nach dem guten Leben für alle bildet den inhaltlichen Kern ihrer Arbeit.

Laurus Edelbacher

Technical support by

Laurus Edelbacher, 1990 geboren in Melk (NÖ), absolvierte zunächst die Fachschule für Bildhauerei in Hallstatt und vollendete darauf folgend ein Studium an der Wiener Kunstschule bei Michael Kargl und Christoph Nebel in der Interdisziplinären Medienklasse. Anschließend schloss er ein Diplomstudium an der Universität für Angewandte Kunst Wien in der Klasse für Digitale Kunst bei Ruth Schnell ab. Laurus Edelbacher lebt und arbeitet in Wien / WWW. Er ist Mitglied im Kunst- und Kulturverein Fabrikraum. Seine Werke wurden national wie international präsentiert und bewegen sich zwischen Browserfenster, Ausstellungsraum und künstlerischer Forschung.

Miss Clit
© Tom Weilguny

Sound / Music by

Nina Braith ist Sängerin, Musikerin und Feministin. Sie gründete das all-female A-cappella-Ensemble Beat Poetry Club und das FLINTA* Label Beatzarilla. Als ohvulvina setzt sie sich für sexuelle Selbstbestimmung ein, während ihr Rap-Alter Ego Miss Clit feministische Botschaften auf die Bühne bringt.

Miss Clit verbindet Gesang, Rap und verzerrte Beats zu einem unverwechselbaren Sound. Songs wie “Big Clit Energy”, “Love Your Lips” und “Feier deine Titts!” feiern Body Positivity, fordern Tabus rund um weibliche Sexualität heraus und setzen auf Empowerment.

Als Künstlerin und Aktivistin verstärkt Miss Clit die Stimmen von FLINTA* Personen und setzt sich für Selbstbestimmung ein. Ihre Botschaft ist klar: Patriarchat war gestern – FLINTA* Power ist jetzt.

soulparlez
© Diana Bachler

Sound / Music by

soulparlez: Vier weibliche Stimmen, die zu einer werden. Sanfte und zugleich kraftvolle Klänge ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre Kompositionen. Durch Einflüsse aus Jazz, Soul, Pop und französischem Chanson erschaffen sie einzigartige Stimmungen.

Stay Hungry
© Courtesy of the artists

Artist

Stay Hungry | Clitoria Sunrise

stay hungry ist ein nomadischer Projektraum, 2014 von den bildenden Künstler*innen Michel Aniol und Meike Kuhnert in Berlin gegründet, um Künstler*innen und Kulturschaffenden eine nicht-hierarchische Plattform für Austausch und Experimente zu bieten.

2016 startete die interventionistische Food-Serie “Mobile Menu”, in der ein Essen eine thematische Verbindung zur jeweiligen Ausstellung herstellt. Seit 2017 arbeitet stay hungry an unterschiedlichen Orten und verbindet die Aura der jeweiligen Räume mit den gezeigten Projekten.

Für die Women’s Matinée 2025 serviert stay hungry eines seiner Food-Art-Innovationen: den blau gefärbten Drink “Clitoria Sunrise”. Benannt nach der Pflanze Clitoria ternatea, die in Thailand für ihre gesundheitlichen Vorzüge geschätzt wird, wirkt das Getränk wie ein ayurvedischer Schatz, der sogar Einfluss auf den Menstruationszyklus hat.

Susa Siebel
© Igor Ripak

Performance by

Susa ist eine interdisziplinäre Künstlerin und arbeitet im Bereich zeitgenössischer Clownerie und Zirkus. Derzeit entwickelt sie ihr abendfüllendes Clownsolo. Mit der Compagnie lou erarbeitet sie ortsspezifische Zirkus-Happenings im öffentlichen Raum sowie ungewöhnliche Bewegungsstudien.

Eines ihrer Herzensprojekte sind inklusiver Zirkus und liebevoll-verspielte Clown-Performances mit der Compagnie so.nett.

In “Sunny and the sea” beschließt Sunny, Kapitänin zu werden – obwohl sie keine Ahnung hat, wie das geht. Mit wenigen Worten und lebendiger Bildsprache erzählt die Clownin von der Sehnsucht, in andere Rollen zu schlüpfen und neue Welten zu betreten.

Mal lustig, mal ernst, mal traurig und mal schön: Die Clownin erzählt mit Physis und Objektmanipulation poetische Geschichten über das Meer, über Hoffnungen und Gefahren, die darin verborgen liegen.

YIELU
© Lea Blagojevic

Sound / Music by

Zum ersten Mal mit Live-Band bringt YIELU ihr kommendes Projekt auf die Bühne – Songs, die die Kraft der Intuition in unerwarteten Lebenswendungen feiern. Gemeinsam mit Franz Perko (Gitarre), Yanick Willert (Drums) und inti (Bass) entsteht ein vibrierendes Set, in dem Afro-Einflüsse auf Soul, Pop und Spoken Word treffen.

Das Publikum erhält einen intimen Einblick in einen Soundtrack der Erneuerung – ein Moment, der in Erinnerung bleibt.

DIE FRAUEN* MATINÉE
© Miss Clit
DIE FRAUEN* MATINÉE
© LA WASHA